Geschichte zum Vorlesen: WARUM gibt es Böses?
Ein Mann sitzt beim Friseur, um sich die Haare schneiden zu lassen. Der Friseur sagt: „ Ich glaube nicht, dass Gott existiert. Wenn er existieren würde, dann gäbe es nicht die vielen kranke Menschen! Keine ausgesetzten Kinder, es gäbe weder Schmerzen noch Armut. Ich kann mir keinen liebenden Gott vorstellen, der all diese Dinge erlaubt.“
Der Kunde denkt einem Moment nach, geht aber nicht auf die Argumente ein.
Er bezahlt und verlässt den Laden. Draußen trifft er auf einem Mann mit langen ungepflegten, dreckigen Haaren und einem zerzausten Vollbart. Er sieht schmutzig und ungepflegt aus. Der Kunde geht zurück zum Friseur in den Salon und sagt: Wissen Sie was? Es gibt keine Friseure!“
Der Friseur ist verdutzt und antwortet: „Aber ich bin ein Friseur und ich habe Ihnen gerade die Harre geschnitten!“- „Nein“, -ruft der Kunde, „Friseure gibt es nicht! wenn es sie gäbe, dann würden keine Menschen mit langen, dreckigen Haaren und ungepflegten Bart herumlaufen wie dieser Mann dort draußen!“
„Halt, halt“, wirft der Friseur ein. „Das ist ein Fehlschluss! Das Problem ist, dass die Menschen nicht zu mir kommen!“- „Sehr richtig! Genau das ist es!“, erwidert der Kunde. „Gott gibt es auch. Das Problem ist, dass die Menschen nicht zu ihm kommen und sich von ihm mit Liebe für Ihre Mitmenschen beschenken lassen. Das ist der Grund, warum es so viel Böses, Leid und Elend in der Welt gibt.“
Zitat:
„Niemand auf der ganzen Welt vermag die Wahrheit zu verändern. Wir können nur eins: sie suchen, sie finden und ihr dienen.“ (Maximilian Kolbe)
Der Mensch und sein Problem
Gott hat den Menschen nicht als ferngesteuerten Roboter erschaffen, der nur das tut, was Gott möchte. Der Mensch ist ausgestattet mit einem freien Willen. Auch das ist Teil der Würde, die er von Gott geschenkt bekommen hat. Somit ist der Mensch frei sich für das Gute oder das Böse zu entscheiden. Doch leider wählt er oft das Böse. Angefangen von Adam und Eva. Wir lehnen uns bewusst gegen ihn und seine Gebote auf, in dem wir sie brechen und mit den Füßen treten. Die Bibel nennt es Sünde. Sünde äußert sich bei jedem Menschen anders. Es bringt hier nicht sich mit anderen vergleichen zu wollen nach dem Motto, die anderen seien noch schlimmer als man selbst ist, es gibt letztendlich keinen Menschen (außer der Heiligen ca. 3400, die das Leben in Märtyrer Tod für die Wahrheit aufgeopfert haben), der so lebt, dass er ohne Schuld ist und auch nur annähernd an Gottes heiligen Maßstab hereinreicht. Wer ehrlich vor sich ist, wird seine persönliche Sünde vor Gott und anderen Menschen erkennen.
Markus 7,20-22
„Was aus dem Menschen herauskommt, das macht ihn unrein, fuhr Jesus fort. „Denn von innen, aus dem Herzen des Menschen, kommen Gedanken, die böse sind- Unzucht, Diebstahl, Mord, Ehebruch, Habgier, Bosheit, Hinterlist, Zügellosigkeit, Missgunst, Verleumdung, Überheblichkeit und Unvernunft.
